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Warum Suffizienz gut für die Nachhaltigkeit & deinen Geldbeutel ist

Suffizienz ist ein Teil einer gelungenen Nachhaltigkeitsstrategie. Wie du damit in Zeiten steigender Inflation und Knappheiten auch noch etwas für deinen Geldbeutel tun kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist Effizienz?

Bevor wir uns mit der Suffizienz beschäftigen, müssen wir zunächst zwei andere Begrifflichkeiten erklären, die im Zusammenhang mit der nachhaltigen Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft stehen: Effizienz und Konsistenz.

Effizienz meint eine Leistungssteigerung bei gleichem Ressourceneinsatz. Hierzu drei Beispiele:

  • Verbrennungsmotor: Die Motoren sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich effizienter geworden. Das bedeutet, sie setzen mehr der Energie, die im Kraftstoff gebunden ist und bei der Verbrennung freigesetzt wird, in Bewegungsenergie um. Die Maßzahl dafür ist der Wirkungsgrad.
  • Computerchips: Durch neue Verfahren können immer mehr Schaltkreise (Transistoren) auf der gleichen Fläche untergebracht werden. Damit steigt die Rechenpower. Da das ganze seit etwa der 60er Jahre relativ linear ablief, nannte man diese Entwicklung Moores Law. Das besagt, dass etwa alle 12-24 Monate doppelt so viele Transistoren auf einem Chip sind. Zwar gilt das schon eine Weile nicht mehr, die Verdopplung hat sich deutlich verlangsamt. Allerdings steigt die Effizienz nach wie vor. Mit gänzlich neuen Technologien, wie dem Quantencomputer könnten in Zukunft wieder gewaltige Steigerungsraten kommen.
  • Unternehmen: Auch Unternehmen werden effizienter. Hier spricht man von Skaleneffekten. Das heißt, die ersten Teile eines Produkts herzustellen, kostet noch vergleichsweise viel. Jedes weitere Stück kostet dann immer etwas weniger.
Effizienz meint eine Leistungssteigerung bei gleichem Ressourceneinsatz.
Effizienz meint eine Leistungssteigerung bei gleichem Ressourceneinsatz.

Was ist Konsistenz?

Konsistenz meint den Einsatz alternativer Technologien, Stoffe oder Ressourcen, um etwas Bestehendes anders herzustellen.

Hierzu drei Beispiele:

  • Stromerzeugung: Früher wurde Strom aus fossilen, also endlichen Ressourcen gewonnen. Das waren Kohle, Öl, Gas, Uran usw. Durch den Einsatz „neuer“ Technologien können wir Strom aus Wind, Wasser, Wellen, Sonne oder Biomasse gewinnen. Das Ergebnis ist jedoch immer noch das gleiche: Strom.
  • Autos: Interessanterweise waren es am Anfang E-Autos, die besonders gut liefen, da deren Bauweise sehr einfach und robust ist. Allerdings wurden sie alsbald von Autos mit Verbrennungsmotoren verdrängt. Nun folgt im Zuge der Mobilitätswende wieder die „Rückkehr“ zu E-Mobilität. Das heißt, statt fossile Kraftstoffe zu verbrennen, nutzen wir Strom als Energie- und Antriebsquelle. Es bleiben aber Autos, die uns von A nach B transportieren.
  • Verpackung: Herrschten früher Einwegverpackungen aus Kunststoffen vor, stellen viele Unternehmen ihre Verpackung auf Mehrweg um. Statt also Milch in Tetra-Paks zu verkaufen, füllen die Unternehmen ihre Milch in wiederverwendbare Glasflaschen (Gab‘s auch schon mal).
Konsistenz meint den Einsatz alternativer Technologien, Stoffe oder Ressourcen, um etwas Bestehendes anders herzustellen.
Konsistenz meint den Einsatz alternativer Technologien, Stoffe oder Ressourcen, um etwas Bestehendes anders herzustellen.

Warum Effizienz und Konsistenz für Nachhaltigkeit nicht reichen

Effizienz und Konsistenz sind zwei wichtige Aspekte für die Nachhaltigkeit. Allerdings reichen sie nicht aus.

Der Grund: der Rebound-Effekt.

Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass wir Einsparungen durch Effizienz und Konsistenz nicht nutzen, um insgesamt weniger Ressourcen und Energie zu verbrauchen, sondern einfach mehr Dinge kaufen.

Auch hierzu zwei Beispiele:

  • Beleuchtung: Seit einigen Jahren sind Glühbirnen verboten. Der Grund ist ihre unfassbar schlechte Effizienz. Der größte Teil der Energie (Strom) wandelt die Glühbirne nicht in Licht (eigentlicher Zweck), sondern Wärme um. Indem wir also Glühbirnen verbannen und effiziente LED-Lampen nutzen, sinkt der Stromverbrauch pro Lampe. Da sie jedoch so effizient und damit günstig im Einsatz sind, holen wir uns einfach mehr LED-Lampen ins Haus. Das Ergebnis: Der Energieverbrauch insgesamt sinkt nicht, sondern steigt.
  • Autos: Obwohl die Verbrennungsmotoren immer effizienter geworden sind, steigen der Benzinverbrauch und damit der CO²-Ausstoß im Verkehrssektor seit Jahren. Der Grund: Die Autos werden immer größer und schwerer. Mittlerweile bewegen wir bei einem SUV gut 2 Tonnen Metall, um 80kg von A nach B zu transportieren. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für E-SUVs.

Die Hoffnung oder eher der Glaube, dass uns und den Planeten die Technologien schon retten werden, wird sich nicht erfüllen. Ja, wir werden effizienter, ja wir erzeugen unseren Strom aus erneuerbaren Energien. Aber unser Ressourcenverbrauch und unser Müll werden die Grenzen des Planeten dennoch sprengen.

Dass wir in Deutschland unseren CO²-Ausstoß gegenüber den 90er-Jahren reduziert haben, lag fast vollständig an der Deindustrialisierung der DDR, nicht an neuen tollen Technologien. Wir haben unseren Ressourcenverbrauch und den Eintrag klimaschädlicher Gase also reduziert, weil wir von etwas (Industrie) weniger hatten als vorher. Darum muss es letztlich also gehen.


Was ist Suffizienz?

Suffizienz meint weniger zu verbrauchen und zu konsumieren. Wir prüfen bei einer suffizienten Lebensweise also unsere Bedürfnisse. Dabei meint Suffizienz ja auch „ausreichen“ oder „genug sein“. Auch hierzu drei Beispiele, an denen deutlich wird, was Suffizienz bedeutet:

  • Mobilität: Was benötige ich wirklich, um mobil zu sein und wie mobil muss ich sein? Wenn ich meine Flugreisen reduziere oder streiche und statt dem eigenen Auto den ÖPNV, das Rad oder Carsharing nutze, lebe ich suffizient: Ich verbrauche für meine Mobilität insgesamt weniger und habe evtl. nicht mal große Einbußen in meiner Mobilität.
  • Reparieren und Wiederverwenden: Statt kaputte Dinge wegzuwerfen (Müll) und neue Dinge dafür zu kaufen (Ressourcenverbrauch), repariere ich kaputte Dinge. Das reduziert den Mülleintrag und den Ressourcenverbrauch. Dafür müssen Produkte jedoch auch überhaupt reparierbar sein. Das Gleiche gilt für Dinge, die mir nicht mehr gefallen oder passen. Statt sie wegzuwerfen, kann ich sie upcyceln oder andere Verwendungen finden.
  • Tauschen: Dinge, die noch „gut“ sind, die ich aber nicht mehr verwende, biete ich anderen zum Tausch an. Jemand anderes freut sich evtl. über die Bluse oder das Buch. Flohmärkte und Kleidertauschringe nutzen das Prinzip seit Jahrzehnten.
Suffizienz meint weniger zu verbrauchen und zu konsumieren.
Suffizienz meint weniger zu verbrauchen und zu konsumieren.

Was bedeutet Suffizienz für die Nachhaltigkeit?

Das interessante dabei: In Verbindung mit Effizienz und Konsistenz kann Suffizienz dafür sorgen, dass wir die gleiche Leistung oder den gleichen Lebensstandard haben wie bisher. Nur diesmal tatsächlich insgesamt weniger verbrauchen und eintragen. Wir brauchen also alle drei Prinzipien, um echte Nachhaltigkeit zu erreichen:

Effizienz + Konsistenz + Suffizienz = Nachhaltigkeit
Effizienz + Konsistenz + Suffizienz = Nachhaltigkeit

Was brauchst du für ein suffizientes Leben?

Zunächst brauchst du die Bereitschaft, etwas zu ändern. Ausgangspunkt sollte die zentrale Frage sein:

Was oder wie viel ist genug?

Wir sind es gewohnt, mehr von allem zu bekommen und haben zu wollen: Geld, Wohnraum, Klamotten, Umsatz, Kund:innen usw. Egal um welchen Bereich es bei dir geht. Stelle dir stets diese Frage.

Minimalismus

Ein gutes Instrument für ein suffizientes Leben ist der Minimalismus. Jedoch nicht in seiner merkwürdig pervertierten Marie-Kondo-Version, bei dem du erst Tausend Dinge weghaust, um danach zehn Dinge neuzukaufen, die aber genau so viel oder mehr kosten wie die Tausend. Es geht darum, wirklich zu entrümpeln, abzugeben und zu verschenken. Braucht es 50 Paar Schuhe; 30 Weingläser; zig verschiedene Küchengeräte? Der nette Nebeneffekt: Du brauchst weniger Stauraum und dadurch vermutlich sogar weniger Wohnfläche.

Konsumverhalten anpassen

Damit du eben nicht nach wenigen Monaten die Regale mit neugekauften Dingen vollstellst, solltest du dein Konsumverhalten hinterfragen und anpassen. Leitfragen beim Kauf können sein:

  1. Brauche ich es? Brauche ich es wirklich oder will ich es nur haben?
  2. Gefällt mir dieses Ding oder vielmehr die Strategie, mit der dafür geworben wird?
  3. Will ich es haben, damit ich fitter, klüger, entspannter oder einfach cooler werde? Und wenn ja: Kann dieses Ding wirklich so ein Wunder vollbringen?
  4. Gibt es vielleicht einen anderen Weg, wie ich mein Ziel erreichen kann, ohne noch mehr Dinge anzuhäufen?
  5. Wie lange muss ich arbeiten, um mir dieses Teil leisten zu können? Was könnte ich sonst mit meiner Zeit anfangen, das mich mehr befriedigen würde?
  6. Besitze ich etwas, das ich durch diesen Gegenstand ersetzen möchte?
  7. Bin ich wirklich bereit, diesen Gegenstand abzustauben, zu reinigen, für seine Reparatur zu bezahlen oder ihn anderweitig zu pflegen?
  8. Falls ich durch den Kauf einen Gegenstand ersetze, den ich bereits habe, was stimmt dann mit dem alten nicht?
  9. Falls ich dieses Ding wirklich brauche, gibt es dann irgendeine Möglichkeit, es auf einer Verschenkplattform im Internet zu finden oder es von Freund:innen, Nachbar:innen oder Verwandten zu leihen? (Quelle)

Weniger neukaufen

Statt ständig neue Dinge zu kaufen, ist es besser, sie zu reparieren oder umzunutzen („Upcycling“). Mittlerweile entstehen überall in den Städten Repair-Cafés, bei dem du kompetente Hilfe und das nötige Werkzeug bekommst, deine Dinge wieder funktionstüchtig zu machen. Das spart Geld und Ressourcen und verursacht weniger Müll. Reparierte oder umgenutzte Dinge sind dann übrigens wirklich individuell. Außerdem stärkt es dein Selbstbewusstsein und du achtest mehr auf die Dinge.

Lebenszeit von Produkten verlängern

Mittlerweile designen und stellen wir viele Produkte so her, dass sie nach kurzer Zeit kaputt gehen. Das nennt man geplante Obsoleszenz. Wer kennt es nicht: Kaum ist die Garantie abgelaufen, gibt das Teil seinen Geist auf. Oder die Klamotten von Primark und Co. Die im Prinzip nicht mal eine Wäsche aushalten und quasi Einmal-Klamotten für eine Party sind. Unternehmen machen damit glänzende Geschäfte. Für den Planeten und deinen Geldbeutel ist es eine Katastrophe. Deswegen solltest du beim Kauf darauf achten, möglichst langlebige Produkte zu kaufen, die sich am besten noch selbst reparieren lassen.

Entschleunigung

Entschleunigung und Achtsamkeit gehen Hand in Hand. Leider sind sie vielfach zu feelgood Buzzwords verkommen. Wir meinen damit vor allem: Sich auf den Moment einlassen zu können. Also diesen Film oder dieses Konzert jetzt wirklich genießen zu können und nicht noch ein verwackeltes, völlig übersteuertes Handyvideo drehen. Oder das selbstgekochte Abendessen mit allen Sinnen erfahren zu können. Oder sich den schönen Sonnenuntergang gemeinsam anschauen können.

Ein wichtiger Aspekt beim Thema Entschleunigung ist die Mobilität. Hier gilt es, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und anzupassen. In der Stadt ist das eigene Auto meist völliger Quatsch. Es steht 23 Stunden am Tag rum, frisst Platz und Geld. Wenn man dann mal fährt, ist man langsamer als mit dem Rad oder dem ÖPNV. Auf das (eigene) Auto zu verzichten mag auf den ersten Blick manches verlangsamen. Bei genauerer Betrachtung gewinnst du meist jedoch enorm.

Einwegprodukte durch Mehrweg-Alternativen ersetzen

Jede:r Deutsche hat 2019 statistisch 228kg Verpackungsmüll hinterlassen. (Quelle) Das ist mehr als ein halbes Kilo am Tag! Innerhalb von nicht einmal zehn Jahren ist der Müll um 18% mehr geworden. Verpackungen verbrauchen Ressourcen in der Herstellung und belasten unsere Umwelt als Müll. Denn anders als von vielen gedacht, wird der meiste Müll nicht recycelt, sondern exportiert oder verbrannt. (Quelle) Es ist also angebracht, das eigene Müllaufkommen zu prüfen und zu ändern:

  • Gemüse und Obst möglichst unverpackt kaufen
  • Auf To-Go-Produkte verzichten oder eigenen Becher/Gefäß mitbringen
  • Leitungswasser statt Mineralwasser aus der PET-Flasche
  • Möglichst unverarbeitete Lebensmittel einkaufen und selbst zubereiten
  • Glas- und Mehrwegflaschen statt PET-Flaschen wählen
  • Richtige Mülltrennung
  • Mit Zero-Waste beschäftigen

Weniger wegwerfen

Insgesamt sollten wir weniger wegwerfen. Ein großes Problem sind die vielen Lebensmittel, die wir wegwerfen. Insgesamt werfen wir in Deutschland 12.000.000 (!) Tonnen Lebensmittel jedes Jahr weg. Gut die Hälfte davon schmeißen die Privathaushalte weg (Quelle). Das ist natürlich viel zu viel. Ein großer Teil davon ließe sich vermeiden, indem du:

  • nur kaufst, was du wirklich verwendest.
  • mit Liste einkaufst.
  • einen Essensplan führst.
  • nicht hungrig einkaufst.
  • häufiger, dafür weniger einkaufst.
  • Lebensmittel korrekt lagerst.
  • Lebensmittel, die über dem Mindesthaltbarkeitsdatum, aber noch gut sind, verzehrst.
  • möglichst viel des Lebensmittels verwendest.
  • vermeintliche „Abfälle“ einer Pflanze noch verwertest.
  • Reste vom Vortag verwendest.

Sharing

Muss man alles in jedem Haushalt da haben? Wie oft brauchst du beispielsweise eine Bohrmaschine oder einen Mixer? Dabei würde es doch meistens reichen, wenn eine:r in der Nachbarschaft so ein selten gebrauchtes Gerät zu Hause hat. Damit dieses echte Sharing klappt, kannst du dir Sticker für eure Nachbarschaft bestellen. Jede:r der etwas zu verleihen hat, klebt es an seinen Briefkasten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Sharing ist das Auto. In vielen Großstädten steigt das Angebot an Car-Sharing. Das ist gut! Es entlastet die Parksituation gerade in den dicht bebauten Großstädten. Außerdem sparst du eine Menge Zeit und Nerven.

Allerdings muss man aufpassen, dass Sharing nicht wieder zu einem Geschäftsmodell wird, dass das eigentliche Ziel konterkariert. So hat Airbnb dafür gesorgt, dass dringend benötigter Wohnraum in den Städten zu lukrativen Ferienwohnungen umgewidmet wurde. Ein tolles Geschäft für Airbnb und meist auch die Vermieter:innen. Alle anderen leiden darunter.

Wohngemeinschaft

Eine der ältesten Suffizienzstrategien ist das gemeinsame Wohnen in der WG. So nutzt ihr Wohnraum und Inventar effizienter. Pro Kopf haben wir mittlerweile über 47m² zur Verfügung. (Quelle) In den 50ern waren das noch weniger als 15m². (Quelle) Das liegt hauptsächlich daran, dass weniger Menschen in den Wohnungen leben und die Zahl der Single-Haushalte stark zugenommen hat. Außerdem lebt man nicht vereinzelt, sondern in einer Gemeinschaft. Das ist also auch für ältere Menschen eine gute Möglichkeit, der Vereinsamung vorzubeugen. Du profitierst also doppelt.

Verzicht bedeutet Gewinn

Egal ob es um unsere Altersvorsorge oder den Klimaschutz geht: Wir soll(t)en verzichten. Verzicht schmerzt erst einmal:

  • Bahn statt SUV
  • Rügen statt Bali
  • iPhone 5 statt iPhone 11
  • 60qm Wohnung statt 135qm Einfamilienhaus
  • leihen statt kaufen

Bei den Debatten diskutieren wir immer nur den Verlust, nie den Gewinn, den uns der Verzicht bringen kann: Freiheit. Die Freiheit, weniger arbeiten zu müssen, da man weniger ausgibt. Freizeit: Die Freizeit, die man sich ständig wünscht, aber nie realisiert, weil man noch dieses oder jenes fertigstellen muss. Entspannung. Die Entspannung, weil weniger Dinge kaputt oder verloren gehen oder gestohlen werden. Lasst uns doch mal aus der Perspektive diskutieren!

Suffizienz dürfte einer der größten Hebel für deine finanzielle Freiheit und Selbstbestimmtheit sein.
Suffizienz dürfte einer der größten Hebel für deine finanzielle Freiheit und Selbstbestimmtheit sein.

Was bedeutet Suffizienz für deine Finanzen?

Suffizienz dürfte einer der größten Hebel für deine finanzielle Freiheit und Selbstbestimmtheit sein. Der Ausgangspunkt ist (wieder) die Frage:

Was brauche ich wirklich?

Wenn es dir auf dieser Basis gelingt, ein suffizientes Leben zu führen, wird sich deine finanzielle Situation deutlich ändern:

 

Sobald du weniger konsumierst, reduzieren sich unmittelbar deine Ausgaben.
Das ist logisch. Allerdings verringert sich auch dein Absicherungsbedarf bzw. –wunsch. Wenn du auf dein Auto verzichtest, musst es nicht versichern. Hast du kein Eigenheim, musst du es nicht versichern.

Wenn du heute weniger konsumierst, wirst du es voraussichtlich auch in Zukunft im Alter.
Das heißt, du brauchst auch weniger Altersvorsorge. Denn Altersvorsorge ist ja nur aufgeschobener Konsum: Du verzichtest heute auf z.B. 100€ und legst die an oder zahlst sie in eine Rentenversicherung ein, um im Alter mehr Geld zu Verfügung zu haben. Je weniger du brauchst, desto weniger Vorsorge musst du betreiben.

Diese beiden Positionen – Versicherungen und Altersvorsorge – werden also weniger. Du sparst also wiederum Ausgaben.

Je weniger du ausgibst, desto weniger musst du logischerweise auch einnehmen.
Natürlich könntest du auch gleich viel arbeiten, weniger ausgeben und dann mehr anlegen/investieren. Doch wozu? Auch Vermögensaufbau ist ja nur aufgeschobener Konsum. Wenn du also nichts vererben oder stiften willst, kannst du – suffizient – weniger verdienen. An deiner Lebensqualität dürfte sich dadurch nichts ändern.

Wenn du weniger einnehmen/verdienen musst, kannst du also auch weniger arbeiten.
Auf dem Totenbett sagt niemand: „Ach, wär ich bloß öfter im Büro gewesen!“. Die meisten wünschen sich am Ende ihres Lebens eher mehr von den eigenen Kindern gehabt zu haben oder mehr erlebt zu haben. Oftmals ist es jedoch wirtschaftliche Notwendigkeit, so viel arbeiten zu müssen: hohe Ausgaben, hohe Einnahmen. Da du diesen Teufelskreis durchbrochen hast, kommst du vielleicht entspannt mit einer Teilzeitstelle über die Runden.

Dadurch hast du im Endeffekt mehr Zeit.

Mehr Zeit für dich, deine Wünsche, fürs Kochen, fürs Reparieren, fürs Freunde Treffen, fürs Buchlesen, fürs Spazieren oder was du dir sonst noch so vornimmst.

Gern unterstützen wir dich auch bei dem Thema nachhaltiger Umgang mit Geld und deiner finanzielle Freiheit und Selbstbestimmtheit! Vereinbare dazu einfach einen kostenfreien Kennenlern-Termin bei uns.

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