Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Schüler:innen

Hier erfährst du, wie eine Schüler-BU nicht nur die Zukunft deines Kindes absichert, sondern schon heute wertvolle Sicherheit bietet.

Die Schulzeit prägt unsere Kinder – sie lernen, wachsen und bereiten sich auf ihre berufliche Zukunft vor. Doch was passiert, wenn ein schwerer Unfall oder eine Krankheit diese Zukunft gefährden? Genau hier setzt die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Schüler:innen an. Sie bietet frühzeitigen finanziellen Schutz und sichert die Möglichkeit, den gewohnten Lebensstandard beizubehalten. In diesem Artikel beleuchten wir, was eine Schüler-BU ausmacht, welche Vorteile sie bietet und worauf Eltern beim Abschluss achten sollten.

Was ist eine Schüler-BU?

Eine Schüler-BU ist eine volle Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Schüler:innen – keine abgespeckte Variante, sondern echter Schutz, der schon ab 6 Jahren (bei Einschulung) oder spätestens ab 8–10 Jahren abschließbar ist.

Warum jetzt abschließen? Kinder sind meist topfit, ohne Vorerkrankungen – das sichert lebenslang günstige Beiträge (oft 30–80 € monatlich für 1.000–1.500 € Rente), unabhängig vom späteren Beruf. Früher Einstieg friert den Gesundheitszustand ein und vermeidet teure Risikozuschläge.

Wann leistet eine Schüler-BU?

Kommt drauf an. In der besten Version leistet die Schüler-BU, wenn der Schüler / die Schülerin berufsunfähig ist. Dann wird die Rente gezahlt, wenn die versicherte Person für voraussichtlich mindestens 6 Monate oder seit mindestens 6 Monaten die Tätigkeiten als Schüler:in aus gesundheitlichen Gründen nur noch zur Hälfte oder weniger ausführen kann.

Das ist z. B. der Fall, wenn der Schüler / die Schülerin sich nach einem Unfall in einer Reha-Maßnahme befindet und es mindestens 6 Monate dauert, bis er wieder vollumfänglich oder zur Hälfte am Unterricht teilnehmen kann. Oder wenn aufgrund einer psychischen Erkrankung, wie z. B. Magersucht, ein stationärer Aufenthalt von mehr als 6 Monaten erforderlich ist.

Schlechtere Bedingungen definieren fest, wann ein Schüler BU ist – das ist meistens lieb gemeint, aber eigentlich immer schlecht gemacht. Wenn da z. B. steht, dass BU nicht vorliegt, wenn der Schüler / die Schülerin ohne sonderpädagogischen Förderbedarf am Unterricht teilnehmen kann, dann läge BU nicht vor, wenn der Schüler / die Schülerin während einer Reha per „Homeschooling“ am Unterricht teilnimmt.

Gleiches gilt für die Formulierung „am regulären Unterricht teilnehmen“:

  • Regulär ist der Unterricht, wenn ein Lehrer die Inhalte des Lehrplans vermittelt – weitere formelle Vorgaben gibt es hier nicht.

Besteht wirklich ein Bedarf für eine BU-Rente, wenn die versicherte Person während einer Reha noch digital am Unterricht teilnehmen könnte? Und gibt es solche Fälle überhaupt?

In unseren Praxisfällen geht es der versicherte Person so schlecht, dass an einer geregelten Unterrichtsteilnahme – auch nicht an Homeschooling – nicht zu denken ist.

Genau deswegen ist es immer am Besten, wenn die Tätigkeiten als Schüler:in einem Beruf im Sinne der BU-Versicherung gleichgestellt werden.

Gute Verträge definieren klar die Einzeltätigkeiten (inklusive regulärer Unterrichtsteilnahme im Gesamtkontext), sodass alles zur Leistung führt, was zu mehr als der Hälfte vom Unterricht abweicht, so wie er zuletzt in gesunden Tagen ausgeübt wurde.

So vermeiden wir Lücken und sichern echten Schutz – ohne abstrakte Verweise auf Schultypen. Ein:e Gymnasiast:in, der / die berufsunfähig ist, erhält die BU-Leistung also auch dann, wenn er / sie nun stattdessen einen anderen Schultyp, z. B. die Realschule, besucht.

Wann leistet eine Schüler-BU nicht?

Naja, kommt wieder drauf an. Wenn „Schüler:in“ als Beruf gilt, dann wird nicht geleistet, wenn z.B. die 6 Monate noch nicht erfüllt sind oder der Schüler / die Schülerin noch zu mehr als 50% am Unterricht teilnehmen kann.

Wenn es um regulären Unterricht geht oder Unterricht ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, dann wird auch dann nicht geleistet, wenn der Schüler / die Schülerin im „Homeschooling“ zu unterrichten wäre.

Was leistet eine Schüler-BU?

Geld. Jeden Monat. Solange die BU vorliegt und der Vertrag läuft.

Welchen Nutzen hat eine Schüler-BU für uns als Eltern und fürs Kind?

Fürs Kind ist der größte Vorteil, dass die BU-Versicherung schon mal da ist. Egal, welche Krankheiten oder risikorelevante Hobbies dazukommen oder welcher Beruf ergriffen wird: Die BU-Versicherung bleibt unverändert bestehen und kann später sogar noch in der Rente erhöht werden.

Für die Eltern ist der Vorteil, dass bei einer BU des Kindes zumindest ein Elternteil kürzertreten kann, um sich um das kranke Kind zu kümmern. Der Lohnausfall kann durch die BU-Rente teilweise kompensiert werden.

Du

Für wen ist eine Schüler-BU sinnvoll?

Ganz ehrlich? Für jeden!

Ab wann kann ich eine Schüler-BU abschließen?

Es gibt einen Versicherer, wo es ab 6 Jahren geht, einen, wo es ab 8 Jahren geht und einige, wo es dann ab 10 Jahre geht.

Welche Rolle spielt die Schulform für den Abschluss einer Schüler-BU?

Je wahrscheinlicher eine akademische Laufbahn ist, desto günstiger ist die BU-Versicherung. Ein Grundschüler zahlt mitunter mehr als ein Gymnasiast im Abiturjahrgang, weil er oder sie ja noch Dachdecker oder Sprengmeister werden kann.

Auf welche Leistungen/Merkmale sollte ich Wert legen?

Die Nachversicherungsgarantien sind essenziell: Achte auf hohe maximale Summen (z. B. bis 1.500 € oder mehr) ohne prozentuale Begrenzungen und Verzicht auf Risikoprüfungen – nicht nur Gesundheitschecks. So bleibt der Schüler:in-Status günstig erhalten, selbst wenn später ein handwerklicher Beruf ansteht, und du kannst bei Berufseinstieg oder Studium flexibel erhöhen.

Für uns ist das Allerwichtigste: Flexibilität.

  • Dazu gehören Nachversicherung mit Summengrenzen und
  • Verzicht auf Risikoprüfung, aber auch Einschluss von Leistungsoptionen wie AU-Klauseln,
  • Besserstellung medizinischer Ausschlussklauseln
  • sowie Flexibilität bei Zahlungsschwierigkeiten –
  • der Vertrag muss lebensbegleitend sein.“

Genau deswegen empfehlen wir bei PROGRESS Verträge mit Zukunftsgarantien: Prüfung und Besserung von Ausschlüssen beim Berufseinstieg (ohne neue Risikoprüfung), Beitragsreduktion auf z. B. 5 € bei Jobwechsel oder Elternzeit sowie Dynamikoptionen gegen Inflation.

Kurz: Wähle eine BU, die mitwächst – unabhängig von Karrierewegen oder Lebenskurven. Lass dich beraten, um Lücken zu vermeiden.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis/Beitrag?

Das sind die Rentenhöhe, die Laufzeit, das Eintrittsalter, mögliche Optionen, wie z.B. eine AU-Klausel oder eine Leistungsdynamik, die Schulform und möglicherweise individuelle Zuschläge wegen Vorerkrankungen oder Hobbys.

In welcher Beitragsspanne bewegt sich die Schüler-BU?

Kommt auf die Rentenhöhe, Laufzeit, Eintrittsalter, mögliche Optionen, die Schulart und mögliche individuelle Zuschläge an. Aber irgendwas zwischen 80€ und 40€

Ähnlich wie bei der BU für dich. Suche dir für die Schüler-BU einen Top-Berater / eine Top-Beraterin und lass dich aufklären und entscheiden dann was dir und deinem Kind wichtig ist.
Ähnlich wie bei der BU für dich. Suche dir für die Schüler-BU einen Top-Berater / eine Top-Beraterin und lass dich aufklären und entscheiden dann was dir und deinem Kind wichtig ist.

Wie finde ich die optimale/ passende Schüler-BU?

Durch Beratung und die Überlegung, was einem wichtig ist. Am Ende ist der Vertrag die längste Zeit eine normale BU-Versicherung. Selbst, wenn der Vertrag mit 6 Jahren abgeschlossen wird, ist man dann maximal 14 Jahre Schüler und danach 47 Jahre irgendwas anderes.

Aber wie oben schon geschrieben: Nachversicherungsgarantien sind immer wichtig, manchmal ist eine DU-Klausel für Beamte sinnvoll.

Auf was sollte man beim Antrag achten?

Man sollte alle Antragsfragen wahrheitsgemäß beantworten. Dann kann nix passieren.

Da eine Berufsunfähigkeit in jungen Jahren sehr unwahrscheinlich ist, wird es oft passieren, dass der Vertrag im Leistungsfall schon über 10 Jahre alt ist. Dann kann der Versicherer nicht mehr die Akte prüfen und da dann irgendeine Krankheit finden, die der Arzt abgerechnet hat, ohne das jemand davon wusste.

Was sind Ursachen für eine Schulunfähigkeit?

Das sind in der Regel psychische Erkrankungen oder schwere Unfälle und schwere Erkrankungen. Dazu ein paar beachtliche Zahlen:

DAK Kinder- und Jugendreport 2022

  • Zunahme neu erkrankter Kinder und Jugendlichen im Vergleich zwischen 2019 und 2021; Depressionen bei Mädchen (10 bis 14 Jahre): + 23 %, Angststörungen
  • Esstörungen bei neu erkrankten Mädchen (15 bis 17 Jahre): + 24 % bzw. 54 %
  • Adipositas (Fettleibigkeit) bei Jungen : + 15 % (15 bis 17 Jahre)

KKH Krankenkasse: Nach einer Untersuchung aus 2022 nimmt, vor allem bei 12- bis 17-jährigen Mädchen, die Magersucht in den Jahren 2021 – 2020 massiv zu: + 30 %

Sollte mein Kind berufs-/schulunfähig werden, wie läuft der Leistungsprozess?

Die Leistungsfälle bei Schüler:innen sind meistens leider ziemlich eindeutig, dafür aber oft zum Glück zeitlich begrenzt, weil der Schüler wieder gesund wird.

Die durchschnittliche Schüler:innen-Tätigkeit ist bekannt, aber in guten Verträgen wird der individuelle Schulalltag geprüft – das ist kundenfreundlich und praxisnah.

Bei Berücksichtigung des individuellen Schulalltags sind natürlich auch Angaben zu Hausaufgaben, Schulweg etc. zu machen.

Genau: Es geht um Fähigkeit zum Schulweg (z. B. mit Bus oder Fahrrad), eigenständiges Machen von Hausaufgaben, Folgen des Unterrichts oder Teilnahme an Fächern wie Sport – alles passend zur konkreten Schule, ohne Verweis auf andere Typen.

Keine komplizierte Beschreibung nötig, aber ärztliches Attest und Nachweise reichen meist. So läuft’s reibungslos – lass uns prüfen, ob dein Vertrag das abdeckt.

Wie geht es mit der Schüler-BU weiter, wenn mein Kind die Schule bendet hat und studiert oder eine Ausbildung macht?

Die Schüler-BU bleibt bestehen. Es ist immer der zuletzt ausgeübte Beruf versichert – erst Schüler:in, dann Azubi oder Student:in.

Wichtig: Beachte die Umstufungsmöglichkeiten durch Günstigerprüfungen, die ohne Risikoprüfung ablaufen.

Bei Wechsel in gymnasiale Oberstufe, Ausbildungsstart oder Studium kannst du die Berufseinstufung prüfen lassen – Beiträge sinken oft spürbar (z. B. bei Büroberufen), ohne Schlechterstellung. Innerhalb von 12 Monaten möglich, unbegrenzt anwendbar.

Das macht den Vertrag lebenslang flexibel. Prüfe das vor Abschluss – wir helfen gerne.

Fazit:

Alles auf einem Blick:

Vollwertiger BU-Schutz für Schüler ab 6 Jahren
Alles was kommt, ist mitversichert
    • Diese Einstufung als Schüler:in bleibt garantiert, egal welchen Beruf der Schüler später tatsächlich ergreift und ausübt. Das heißt jeder Beruf ist abgesichert!
    • Auch zukünftige risikorelevante Hobbys (wie z.B. Klettern, Reiten, Kampfsport, Segeln usw.) sind mitversichert
Weltweiter Versicherungsschutz von Anfang an
Durch eine frühzeitige Absicherung lässt sich der Status Quo des Gesundheitszustandes einfrieren, wovon junge Menschen ein Leben lang profitieren. Und nicht nur das: ebenso das Eintrittsalter!
Unabhängig von späterer Berufswahl: keine Schlechterstellung, nur Besserstellung möglich
Volle Flexibilität durch die Zukunfts- und Karrieregarantie

 

Wir hoffe, dass euch dieser Snack-Content geschmeckt hat. Bei Fragen oder Wünschen meldet euch gern!

hdl euer Tom und euer Stephan

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